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Radfahreranteil in Tirol erhöhen

30.05.2017

Österreichischer Radgipfel

Südtirols Landesrat Florian Mussner, Moderatorin Ulrike Finkenstedt, Landtags-Vizepräsident Hermann Weratschnig und Minister Andrä Rupprechter (v.l.) beim Polit-Talk. Foto: Mader

Publiziert in der Tiroler Tageszeitung vom 21.05.2017

Wörgl – Beim 10. Österreichischen Radgipfel in Wörgl waren sich Umweltminister Andrä Rupprechter (ÖVP) und Tirols Landtagsvizepräsident Hermann Weratschnig (Grüne) einig: Der Anteil der Radfahrer in der Bevölkerung muss erhöht werden, sowohl in Österreich als auch in Tirol.

Der Verkehr sei eine sehr massive Belastung für das Land, meinte Rupprechter beim Polit-Talk über die Mobilitätswende im Alpenraum in den Räumen der Firma Berger Logistik: „Der Brennerbasistunnel ist das nachhaltigste Projekt, um den Verkehr von der Straße auf die Schiene zu bekommen.“ Ziel müsse es aber auch sein, die Zahl der Radfahrer bis zum Jahr 2025 zu verdoppeln.

Laut Weratschnig liege der Tirol-Durchschnitt der Radfahrer bei elf Prozent, in Innsbruck zwischen 22 und 23 Prozent. „Das Land kann keine Radwege verordnen, da braucht es die Unterstützung der Gemeinden“, erklärte Weratschnig in Bezug auf die notwendige Infrastruktur. Da sei auch noch viel Luft nach oben. „Vom Land gibt es Förderrichtlinien für Radwege, alle Stränge laufen jetzt direkt in der Verkehrsabteilung des Landes zusammen. Für Radwege gibt es bis zu 60 Prozent Förderung“, weiß Weratschnig, der den Tirol-Schnitt bei den Radfahrern auf zumindest 14 Prozent anheben will. Dafür müsse aber das Thema Rad sichtbarer werden und auch die Infrastruktur, wie etwa Radabstellplätze, geschaffen werden.

Südtirol habe für Radfahrer schon relativ viel Infrastruktur geschaffen, meinte der Südtiroler Landesrat Florian Mussner im Zuge der Diskussion: „Da braucht es viel Sensibilisierungsarbeit und die Gemeinden wollen genau wissen, was zu machen ist.“

Positives Beispiel für ihn ist die 121.000-Einwohner-Stadt Bozen mit ihren 48 Kilometern Radwegen. Aber auch Bruneck und Sterzing würde es jährlich gelingen, den Anteil der Radfahrer zu steigern. Sein Appell: „Umsteigen vom Auto auf Zug und Rad.“

Gelingen könne dies aber nur, wenn man mit der Sensibilisierung für das Thema sehr früh – bereits in der Schule – anfangen würde. (mm)