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Berger knackt die 150 Millionen €

03.05.2016

Berger Logistik bezog Anfang Februar das neue Hauptquartier in Wörgl mit 220 Büroarbeitsplätzen.

Publiziert im Wirtschafts-Blatt im März 2016

 

Für Berger Logistik sind die Brummer auf der Straße zunehmend Beiwerk fürs Geschäft. Der 2015 erstmals über 150 Millionen € umsetzende Betrieb verdient verstärkt mit logistischem Service.

Radfeld. „Auch wir haben erkennen müssen, mit einer rein österreichischen Flotte als Frächter nicht bestehen zu können", sagt David Gulda, Geschäftsführer der Berger Beteiligungs-GmbH, zur Ausgangsbasis 2003. Damals – der Firmengründer Johann Berger war 1997 gestorben und Sohn ­Gerhard Berger im Motorsport engagiert – wurde das Logistikunternehmen unter Fremdmanagement zum Sanierungsfall. Heute steht es besser da denn je.

„Unabhängig vom schwierigen Standort Österreich glauben wir, dass der Straßengüterverkehr unter Druck kommt", betont Gulda. Rollten 2003 noch 380 Berger-Trucks über die Landstraßen, ­waren es zuletzt rund 100.

Mit dem Bezug des neuen Hauptquartiers in Wörgl am 1. ­Februar 2016 wird die Konzentration auf den Standort Tirol unterstrichen. Insgesamt 220 neue ­Büroarbeitsplätze wurden in Wörgl geschaffen; derzeit haben nur 138 Angestellte das Gebäude bezogen. Die freien Kapazitäten werden nicht vermietet. „Wir haben für den Eigenbedarf gebaut. Angesichts der Umsatzzuwächse von bis zu 15 Prozent pro Jahr wird deutlich, dass sich der Reserveraum bald füllen wird", sagt Gulda zu weiteren Expansionsplänen. Im Geschäftsjahr 2015 wuchs der Umsatz erstmals auf über 150 ­Millionen € nach 132,4 Millionen € im Vorjahr.

Neue Produktionsstätte

Als eigenständiges Unternehmen der Berger-Gruppe stößt auch die Fahrzeugtechnik an Kapazitätsgrenzen. Produziert werden unter der Marke Ecotrail nutzlastoptimierte und damit ökologische ­Sattelaufleger. Berger Logistik ist dabei zwar der größte, aber keineswegs der einzige Kunde. ­„Gute Absätze, aber zu lange Lieferzeiten bewirken, dass wir für unsere Fahrzeugtechnik eine neue Produktionsstätte planen. Sie soll aber in Radfeld beheimatet bleiben", bestätigt Gulda entsprechende Gerüchte.