Geschichte
2010
Während im ersten Halbjahr 2010 noch die Folgen der weltweiten Wirtschaftsflaute von 2009 zu überwinden waren und sich das konjunkturelle Umfeld erst im dritten Quartal des Jahres aufhellte, gelang es dem Unternehmen, über das ganze Jahr hinweg ein gleichmäßiges Wachstum zu erzielen.
Zum Jahresende kann somit gegenüber 2009 auf einen Umsatzzuwachs von ca. 5% zurückgeblickt werden, der nach der Tradition des Unternehmens ausschließlich auf organischem Weg erreicht wurde. Damit wurde auch wiederum ein angemessen positives Ergebnis erzielt.
Das Vertrauen namhafter Kunden in die Dienstleistungen von Berger Logistik ist weiter gestiegen und lässt neuerliches Wachstum auch für 2011 erwarten. Besonders hervorzuheben ist die 2010 konsequent verstärkte Orientierung des Unternehmens auf Transport- und Speditionsdienstleistungen für weltweit tätige Hersteller alkoholischer und nicht-alkoholischer Getränke sowie verpackter, nicht verderblicher Lebensmittel.
Leistungsverlässlichkeit, Fachkompetenz und Finanzsolidität machen das Unternehmen zu einem anerkannt guten Partner dieser Branchen sowie weiterer erstklassiger Auftraggeber aus Industrie, Handel und Gewerbe.
2009
Nachdem sich das Unternehmen Ende des Vorjahres auf die absehbare rezessive gesamtwirtschaftliche Entwicklung vorbereitet hatte, konnte es dem scharfen Konjunkturabschwung des Jahres 2009 erfolgreich trotzen.
Insbesondere gelang es, das Hauptziel zu erreichen nämlich die nahezu 170-köpfige Belegschaft vollzählig und ohne Rückgriff auf Kurzarbeit oder öffentliche Stützungen sowie ohne Lohn- oder Gehaltseinbußen in Beschäftigung zu halten. Die Belegschaft revanchierte sich dafür durch ihr eindrucksvolles Engagement.
Durch weiter perfektionierte Dienstleistungen, die Bearbeitung neuer Märkte und die Akquisition neuer Kunden gelang es, den Umsatz nahezu auf dem Niveau von 2008 zu halten und damit auch ein angemessen positives Ergebnis zu erzielen.
Das Unternehmen wird diesen Weg fortsetzen und sieht dem Jahr 2010 daher mit Zuversicht entgegen.
2008
Dem Unternehmen gelang es, sowohl die ersten Vorboten des Wirtschaftsabschwungs, als auch die im 4. Quartal eintretende Rezession, exzellent zu meistern.
Man vertraute weiterhin auf organisches Wachstum, das die Umsätze um einen zweistelligen Prozentsatz steigen ließ. Dies war sowohl auf die erfolgreiche Eröffnung neuer Geschäftsfelder – vor allem in der Seefracht – als auch auf die Ausweitung bestehender Aktivitäten im europäischen Landverkehr zurückzuführen.
Der gesamte LKW Fuhrpark wurde ausgetauscht. Er besteht nun aus 100 nagelneuen Sattelzügen mit Volvo FH 440 Euro 5 Zugmaschinen sowie Berger light Leichtbautrailern.
Die Ertragslage war ausgezeichnet und gestattete dank der fortgesetzt konservativen Ausschüttungspolitik eine weitere Stärkung der Eigenkapitalbasis. Mit seiner Finanzkraft steht das Unternehmen weit über dem Branchenschnitt und kann seine Geschäftstätigkeit ausschließlich aus dem Eigenkapital finanzieren. Auch die neue LKW Flotte wurde ohne Inanspruchnahme externer Finanzierung erworben.
Das Unternehmen ist somit für die Herausforderungen des Jahres 2009 hervorragend gerüstet.
2007
Mit 1. 1. 2007 übernahm die heutige Geschäftsleitung mit den Prokuristen Friedrich Mair, Bernhard Ebner und Markus Ley die operative Gesamtverantwortung für das Unternehmen. Die neue Unternehmensstruktur bewährte sich außerordentlich gut. Der Umsatz wuchs gegenüber dem Vorjahr um mehr als 20 %, und es konnte in allen Tätigkeitsfeldern bemerkenswertes Wachstum erzielt werden.
Das Unternehmen nahm immer stärker an der dynamischen Wirtschaftsentwicklung in Osteuropa teil und knüpfte ein tragfähiges Netz an Partnerschaften, das Berger Logistik dazu befähigt, jede innereuropäische Transportverbindung zuverlässig zu bedienen.
Intermodale Verkehre wurden in das Programm aufgenommen, die Belieferung ganzer nationaler Märkte auf die Nutzung des kombinierten Verkehrs Bahn/LKW umgestellt – per Container und im konventionellen Schiebewandwaggon. Daneben ist Berger Logistik der wichtigste Nutzer des begleiteten kombinierten Verkehrs („Rollende Landstraße“) über die Alpen.
Mit dem Importverkehr aus Fernost nach Europa werden erste Schritte in das Geschäftsfeld der Seefracht unternommen.
2006
Sämtliche Transportaktivitäten der Berger Gruppe wurden zum 1. 1. 2006 in die Berger Logistik GmbH. eingebracht. Im Zuge einer Kapitalerhöhung beteiligte sich die Red Bull GmbH., Fuschl zu 50 % an der Gesellschaft.
Das neue EDV-System ging in Vollbetrieb. Damit wurden direkte Anbindungen zu den wichtigsten Kunden geschaffen, um Auftragswesen, Informationsfluss und Datenströme zu automatisieren. Adäquate Anpassungen der internen Organisation wurden durchgeführt.
Aus Verantwortungsbewusstsein für die Umwelt und für die Menschen an den transalpinen Transitrouten wurde das Unternehmen zum eifrigsten Nutzer der „Rollenden Landstraßen“ über die Alpen – sowohl in Österreich als auch in der Schweiz. Mehr als 80 % der Fahrten mit der eigenen LKW-Flotte finden somit in den Bergen nicht auf der Straße, sondern auf der Schiene statt.
Bei einem Umsatz von rund € 51 Mio. schloss das Jahr mit einem moderaten Gewinn.
2003–2005
Zum Jahreswechsel 2002/2003 führte der Eigentümer der Unternehmensgruppe erhebliche Finanzmittel zu, erreichte ein Arrangement mit den kreditgebenden Banken und durfte sich auf die Solidarität der Belegschaft stützen, um das Unternehmen aus seiner prekären Lage zu führen.
2003 war von einem tiefgreifenden Sanierungsprozess gekennzeichnet. Die Hälfte des Fuhrparks wurde abgegeben, die Fremdmittel im Unternehmen durch die Abgabe der Standortimmobilie sowie der dort befindlichen Tankstellen- und Werkstattbetriebe massiv verringert. Dadurch war bereits in der ersten Jahreshälfte 2004 das Schlimmste überstanden.
Nach einer Reihe weiterer Restrukturierungsmaßnahmen folgte 2005 die Konsolidierung. Die Geschäftstätigkeiten im Gütertransport wurden in einer juristischen Einheit und an einem zentralen Standort konzentriert. Die gesamte Organisation wurde im Oktober 2005 auf EDV-gestützte Prozessabwicklung umgestellt.
Damit war die Grundlage für künftige Erfolge geschaffen. Zum 31. 12. 2005 konnte erstmals wieder ein knapp ausgeglichenes Jahresergebnis verzeichnet werden.
1997–2002
1997 verstarb der Unternehmensgründer bei einem tragischen Flugzeugunglück. Die Berger Gruppe wurde fortan ausschließlich von einem externen Management geführt, das vor allem den Ausbau der Berger Fahrzeugtechnik am Standort Radfeld vorantrieb, die Berger Transportunternehmen in Radfeld zusammenschloss und zu großer Expansion führte.
Zu dieser Zeit betrieb Berger Transport bis zu 380 LKW Züge und bediente damit die klassische Nord-Süd-Achse über die Alpen sowie die Iberische Halbinsel im Rahmen eines Joint Venture zur Teileversorgung der Automobilindustrie in Deutschland. Damit entstand ein weit verzweigtes Netz an Filialen, Niederlassungen und Geschäftseinheiten, das nur schwer zu führen und zu kontrollieren war.
Nach anfänglich bemerkenswerten Erfolgen scheiterte das Joint Venture, das mittlerweile jedoch überragende wirtschaftliche Bedeutung eingenommen hatte, an unterschiedlichen Geschäftsauffassungen der Partner. Daraufhin geriet die Unternehmensgruppe in eine tiefe Krise. Konsequenterweise wurde die Zusammenarbeit Anfang 2003 beendet.
1961–1996
Johann Berger gründete seinen Transportbetrieb im Jahre 1961 in Wörgl. Bald entstand eine eigene Werkstatt, die zunächst der Versorgung der eigenen Fahrzeuge diente und sich später externe Kundschaft erschloss. Heute ist sie ein wirtschaftlich und juristisch eigenständiger Betrieb, der zu den erfolgreichsten seiner Art in Österreich zählt.
Der Unternehmensgründer scheute kein Risiko und nahm jede Herausforderung an, um seine Betriebe erfolgreich zu machen. Der Erfolg überwog bei weitem, und so konnte er schon bald auf ansehnliche und weit verzweigte Geschäftstätigkeiten verweisen.
Sehr früh erkannte er die Chancen des Standortes Tirol – in der Mitte zwischen den Marmorsteinbrüchen bei Verona und den Abnehmern in Deutschland. Er konstruierte Sattelauflieger mit besonders niedrigem Eigengewicht und konnte daher mehr Marmor zuladen als die Konkurrenz.
Daraus entstand die Berger Fahrzeugtechnik, heute der dritte eigenständige Betrieb innerhalb der Berger Unternehmensgruppe. Ihre Erzeugnisse werden in ganz Europa verkauft. Im Jahr 2007 produzierte sie über 650 „Berger light“-Einheiten.
Die Ideen von Johann Berger wiesen wahrlich weit in die Zukunft.