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Geschichte

2017

Im März 2017 wurde das Tiroler Logistikunternehmen mit dem HERMES.Verkehrs.Logistik.Preis 2017 ausgezeichnet. 

Mit dem eingereichten Projekt „Ökonomische und ökologische Effizienz verbunden mit sozialer Nachhaltigkeit“ unter anderem als Betreiber der größten nutzlastoptimierten Flotte Europas und dem Mobilitätskonzept für Mitarbeiter am Headquarter Wörgl hat sich die Jury in der Kategorie „Nachhaltigkeit“ für das Wörgler Paradeunternehmen entschieden.


2016

Am 1. Februar 2016 wurde das neue Bürohaus von Berger Logistik direkt am Wörgler Hauptbahnhof mit der Adresse Bahnhofplatz 1 in Betrieb genommen. Der Umzug der 135 derzeit in Tirol tätigen Angestellten nach Wörgl fand am 30. und 31. Jänner statt. Er war von der Belegschaft schon lange herbeigesehnt worden, weil der alte Standort für den seit Jahren erfolgreich expandierenden Betrieb längst zu klein geworden war. Das neue Haus bietet nun 220 modernste Büroarbeitsplätze und somit reichlich Platz für die weitere Unternehmensentwicklung.

Das neue Gebäude besitzt übergroße Raumhöhen und ist mit dämpfender Raumakustik sowie adaptivem LED-Lichtsystem ausgestattet. Für angenehmes Mikroklima sorgt eine kontrollierte Be- und Entlüftung, die bis zu 25.000 m³ Frischluft pro Stunde bereitstellt und bei Bedarf auch befeuchtet. Die Temperatur wird über aktivierte Bauteile reguliert, wobei Heizung und Kühlung umweltbewusst und ressourcenschonend über das Grundwasser mit Wärmetauscher und Wärmepumpen erfolgen.

Weiters entwickelte das Unternehmen ein beispielgebendes Konzept ökologischer Mitarbeiter-Mobilität. Rund 80 Prozent der Belegschaft nutzt dank "Jobticket" kostenlos den öffentlichen Nahverkehr und verzichtet auf den privaten PKW für die tägliche Fahrt zur Arbeit. Für Lehrlinge gibt es gratis das "Lehr-Plus-Ticket". Unterstützung erhält Berger Logistik dabei vom Verkehrsverbund Tirol. Die Stadtwerke Wörgl beliefern Berger Logistik für seine Mobilitäts-Projekte mit Ökostrom zu Sondertarifen.

Im Oktober 2016  wurde von Staatssekretär Mahrer an das Unternehmen das Bundeswappen mit dem Zusatz „Staatlich ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb" verliehen. Diese  Auszeichnung ist ein besonderes Qualitätssiegel im Bereich der Ausbildung junger Menschen und zeigt den Beitrag, den unser Unternehmen für die Zukunft sowohl der Jugendlichen als auch der Wirtschaft in Österreich leistet.


2015

Die Transport- und Logistikbranche war im Jahr 2015 wieder mit großen Herausforderungen konfrontiert. Die weltwirtschaftliche Entwicklung war insgesamt mäßig und in Europa kam ab der Jahresmitte die starke Flüchtlingsimmigration hinzu. Währungsturbulenzen und die nationale Gesetzgebung etwa in Deutschland (Einführung des Mindestlohngesetzes zum 1.1.2015) oder auch in Ungarn trafen die Branche zusätzlich.

Trotz dieser wenig hilfreichen Umstände, konnte Berger Logistik den bisherigen Wachstumsrhythmus fortsetzen. Die Umsatzsteigerung von rund 16% gegenüber 2014 konnte relativ gleichmäßig über die verschiedenen Geschäftsfelder verteilt und sowohl mit Bestandskunden, als auch mit neu gewonnenen Accounts erzielt werden. Die Erträge entwickelten sich zufriedenstellend. Darüber hinaus war das Jahr durch einige besonders erfreuliche Ereignisse geprägt.

Nachdem der Spatenstich für die neue Unternehmenszentrale beim Wörgler Hauptbahnhof im Tiroler Unterinntal im September 2014 erfolgt war, konnten die Weihnachtsfeiern 2015 zur großen Freude der Belegschaft bereits im funkelnagelneuen Haus stattfinden. Die vollständige Inbetriebnahme ist für den 1. Februar 2016 geplant.

In Hinblick auf den Neubau hat das Unternehmen auch ein beispielgebendes Konzept der ökologischen Mitarbeitermobilität entwickelt, das den Angestellten die kostenlose und bequeme Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs mit Bahn und Bus gestattet. Es wird zeitgleich mit dem Umzug implementiert und bereits mehr als 60% der Belegschaft haben sich dazu entschlossen, künftig auf den privaten PKW als Transportmittel für den täglichen Arbeitsweg zu verzichten. Neben dem ÖPNV spielt dabei auch das Fahrrad eine große Rolle, für dessen konsequente Verwendung als vollwertiges Verkehrsmittel, das Unternehmen die notwendigen Vorkehrungen traf. Das Mobilitätskonzept ergänzt das ökologische Geschäftsprinzip kongenial, das Berger Logistik bei seinen Transportaufgaben für die anspruchsvollen Kunden immer umzusetzen bestrebt ist.

Dieses Geschäftsprinzip spiegelt sich z.B. darin, dass der größte Teil der alpenquerenden Fahrten der eigenen LKW Flotte mit der rollenden Landstraße bewältigt wird. Vor allem aber ist Berger Logistik der größte Betreiber eines nutzlastoptimierten Fuhrparks. Über 300 Sattelanhänger der Marke BERGERecotrail® sind täglich unterwegs. Sie nehmen bis zu 2 Tonnen mehr Fracht pro Fahrt auf, als herkömmliche Fahrzeuge und senken damit sowohl die Anzahl notwendiger Transporte als auch – bei nicht voll ausgeschöpfter Nutzlast – den Treibstoffverbrauch zum Vorteil von Mensch und Umwelt.

Als Betreiber dieser Flotte hat es Berger Logistik besonders gefreut, dass der Hersteller der Fahrzeuge, die Berger Fahrzeugtechnik GmbH Ende 2015 einen großen Erfolg feiern konnte. Denn ihr Konzept der Nutzlastoptimierung wurde im Rahmen des „SWIFTLY Green“ Projekts der Europäischen Union als eine Empfehlung in den Maßnahmenkatalog für einen umweltschonenderen Straßengüterverkehr in Europa aufgenommen.

Das Jahr 2015 brachte überdies die vollständige Integration der Ende 2014 übernommenen ehemaligen Niederlassungen von Kerry Logistics in Österreich. Die Stationen in Wien (Schwechat) und Feldkirchen (Graz) haben ihre Plätze innerhalb der Organisation von Berger Logistik eingenommen und tragen bereits zum Gesamterfolg des Unternehmens bei. Dabei hat sich vor allem das Segment der Luftfracht mit von den Kunden besonders geschätzten Dienstleistungen hervorgetan, die auch durch das weltweite Netzwerk von Kerry Logistics, an dem Berger Logistik teilnimmt, erbracht werden.

Schließlich konnte der Zweig der Aus- und Weiterbildung für Berufskraftfahrer, die Berger Logistik nicht nur für den Eigenbedarf betreibt, im Jahr 2015 erheblich ausgebaut werden. Mehr als 650 Personen besuchten die Kurse, die vom Unternehmen unter der strengen Aufsicht der zuständigen Behörden angeboten werden.

Für 2016 hat sich Berger Logistik vorgenommen, den eingeschlagenen Erfolgsweg in jeder Hinsicht fortzusetzen. Besonderes Augenmerk wird dabei der Entwicklung der Sparten See- und Luftfracht sowie sonstige speditionelle Dienstleistungen geschenkt werden. In beiden Sparten kann dabei schon auf jene Erfolge aufgebaut werden, die 2015 besonders in Italien, Deutschland und Österreich erzielt wurden.


2014

Trotz mäßigen konjunkturellen Umfelds konnte das Unternehmen sein geplantes Wachstum 2014  nicht nur erreichen, sondern mit einem Umsatz von € 132,4 Mio. sogar übertreffen. Hauptsächlich geschah dies auf organischem Weg, indem bestehende Kundenbeziehungen ausgebaut und neue im Einklang mit der bewährten, auf Kontinuität gerichteten Entwicklungsstrategie geschaffen wurden.

Durch die Übernahme der österreichischen Niederlassungen von Kerry Logistics in Wien (Schwechat) und Graz (Feldkirchen) kam es gegen Jahresende auch zu einem Wachstumsimpuls außerhalb des organischen Vorgehens. Der Schritt erweitert das Know-How von Berger Logistik in der See- und Luftfracht um wesentliche Dimensionen, bringt das Unternehmen näher zu seinen Kunden im Osten und Süden Österreichs und verankert es fest im globalen Netzwerk von Kerry Logistics. Damit kann Berger Logistik nun sämtliche logistischen Anforderungen seiner Kunden, wo immer auf der Welt sie entstehen mögen, noch besser kontrolliert erfüllen, steuern und betreuen.

Nach Sparten bzw. Verkehrsträgern aufgeteilt, haben sich die Gewichte etwas verschoben. Die Bedeutung von Aufgaben in der Seefracht sowie im intermodalen Verkehr unter Einschluss der Schiene hat weiter zugenommen, während das relative Gewicht des reinen Straßengüterverkehrs ein wenig sank, obwohl auch diese Sparte in absoluten Zahlen zulegte. Der Zuwachs ist hier vor allem dem Konzept der Nutzlastoptimierung zu verdanken, das den Kunden von Berger Logistik nicht nur messbare ökonomische Vorteile bringt, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur Entlastung der Umwelt in der Güterbeförderung leistet. Denn konsequente Nutzlastoptimierung lässt bei gegebener Warenmenge jede 14. Fahrt entfallen, womit natürlich auch entsprechende Kosten und Schadstoffemissionen vermieden werden.

Als weiterer Beitrag zur Umweltschonung wurde die neuerliche Modernisierung der eigenen LKW Flotte auf den Weg gebracht – Zugmaschinen der Euro Klasse 5 EEV wurden gegen solche der Klasse Euro 6 getauscht und auch das Netzwerk der Transportpartner wurde um über 100 weitere  Einheiten nutzlastoptimierter Sattelanhänger der bewährten BERGERecotrail® Baureihe ausgebaut. Somit stellt Berger Logistik seinen Kunden einen der modernsten und umweltfreundlichsten großen Fuhrparks für den internationalen Straßengüterverkehr in ganz Europa zur Verfügung.

Neben diesen Wachstums- und Modernisierungsinitiativen, war 2014 von Maßnahmen zur qualitativen Weiterentwicklung gekennzeichnet. Hervorzuheben sind die gelungene Zertifizierung nach SQAS (Safety and Quality Assessment System), die Erlangung des Umweltzertifikats für die vielfache Nutzung der rollenden Landstraße über die Alpen, mit der über 8.000 LKW auf der Schiene zwischen Norden und Süden bewegt wurden sowie die Personalschulungen für mehr als 600 Berufskraftfahrer zur C95 Qualifizierung im Berger Ausbildungszentrum. Im Herbst erhielt das Unternehmen auch die Berechtigung zur Durchführung von Lehrgängen zur Befähigung für Gefahrguttransporte (ADR) und hat sein Schulungsangebot um dieses Spezialgebiet erweitert.

Um dem weiteren Wachstum des Betriebs auch künftig gerecht zu werden, erfolgte im September der Spatenstich zur Errichtung der neuen Unternehmenszentrale, die Ende 2015 bezugsfertig sein wird. Sie entsteht direkt neben dem Hauptbahnhof der Stadt Wörgl im Tiroler Unterinntal, um den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen den täglichen Arbeitsweg zeit- und geldsparend sowie umweltfreundlich zu ermöglichen. Das Haus wird nach sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Nachhaltigkeitskriterien errichtet, damit sich Beschäftigte und Besucher wohl fühlen. Dazu gehört auch ein Vortrags- und Schulungssaal sowie eine hauseigene Kindereinrichtung zur ganztägigen und ganzjährigen Betreuung von Kindern zwischen 1 ½ und 6 Jahren, die in Zusammenarbeit mit der Stadt Wörgl betrieben wird.

2015 wird das Unternehmen seinen Erfolgspfad der Vergangenheit fortsetzen. Gestützt auf eine unvermindert starke Eigenkapitalbasis wird – bei unverminderter Ertragskraft – erneut ein Umsatzwachstum im zweistelligen Prozentbereich angestrebt. Dementsprechend wird auch die Belegschaft von Berger Logistik wachsen und bietet sich das Unternehmen weiterhin den besten Kräften der näheren und weiteren Umgebung als dynamischer und stabiler Arbeitgeber mit vielfältigen logistischen Aufgaben zur Organisation weltumspannender Güterströme an.


2013

Das Jahr 2013 war im Straßengütertransport unter anderem dadurch gekennzeichnet, dass es dem Unternehmen gelungen ist, immer mehr Transportbetriebe nach dem eigenen Qualitäts- und Verhaltenskodex zu auditieren sowie als Partner zu gewinnen, die ihrerseits ebenfalls mit nutzlastoptimierten Sattelanhängern von BERGERecotrail® dazu beitragen, die steigenden Aufgaben der verladenden Industrie zu bewältigen. 

Im Durchschnitt des Jahres 2013 wurden täglich über 350 derartige Fahrzeuge durch ganz Europa gesteuert. Den schon im Vorjahr erworbenen Zertifizierungen wurde 2013 noch jene nach dem International Featured Standard (IFS) hinzugefügt. Dies hebt das Unternehmen nun als besonderes geeigneten Dienstleister für die transportbezogenen, speditionellen und logistischen Belange von Auftraggebern aus der Lebensmittelbranche hervor.

In Anbetracht des von 2008 bis 2012 verzeichneten Wachstums, das sich auch 2013 unvermindert fortsetzte, wurde entschieden, das Unternehmen in den nächsten Jahren an einen neuen Standort zu verlegen.

Dazu wurde in Wörgl, dem Verkehrsknotenpunkt des Tiroler Unterinntals – nur neun Kilometer vom bisherigen Unternehmenssitz in Radfeld entfernt – ein Grundstück erworben, auf dem bis Ende 2015 die künftige Zentrale errichtet wird. Der Standort wurde aus ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Nachhaltigkeitsüberlegungen gezielt angeschafft. Er wird es den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen z.B. ermöglichen, für die Wege zwischen Wohn- und Arbeitsort auf den privaten PKW zu verzichten, weil er unmittelbar am Wörgler Bahnhof und Busterminal liegt oder das Fahrrad als sinnvolles Verkehrsmittel zu verwenden.

Das Gebäude wird akustisch, raumklimatisch und lichttechnisch optimiert ausgeführt. Für die Belegschaft entsteht im Gebäude überdies eine Kinderbetreuungsstätte, um die Ausgewogenheit zwischen privatem und beruflichem Leben zu verbessern.

Die Notwendigkeit dieses Schrittes wurde durch die Geschäftsentwicklung des Jahres unterstrichen in dem der Umsatz von € 101 Millionen im Jahr zuvor auf € 113 Millionen in 2013 stieg und sich auch die Belegschaft entsprechend erweiterte, sodass die bestehenden Räumlichkeiten in Radfeld absehbar zu eng werden. Die Bilanzsumme erreichte mit € 38 Millionen einen neuen Höchstwert. Die Eigenkapitalquote betrug weiterhin über 60%.

Für 2014 besteht die Absicht, neben weiterem organischem Wachstum auch einen Akquisitionsschritt zu setzen, um dem Unternehmen zusätzliches fachspezifisches Know-How im Bereich differenzierter Seefracht- und individualisierter Luftfrachtaufgaben an zwei weiteren Standorten in Österreich zuzuführen.


2008 - 2012

In diesem Zeitraum setzte das Unternehmen sein gesundes organisches Wachstum fort, dessen Grundlage ein stetig steigendes Vertrauen seiner namhaften Kunden war und ist, die besonders die ausgezeichnete Servicequalität, die Gewissenhaftigkeit und den verantwortungsbewussten Umgang mit der Umwelt schätzen. Wichtiger Ausdruck dessen sind die verschiedenen Zertifizierungen, denen sich das Unternehmen im Laufe der Jahre unterzogen hat.

Zu dem schon lange bestehenden Zertifikat nach ISO 9001 kam 2012 jenes zum Umweltverhalten nach ISO 14001 hinzu. Im selben Jahr erwarb das Unternehmen außerdem den Status des Authorized Economic Operators (AEO) und zählte damit zu den ersten Betrieben seiner Art, die in Österreich derart ausgezeichnet wurden.

Zwischen 2008 und 2012 wurden die Aktivitäten im europäischen Landverkehr um die Bedienung zusätzlicher Verbindungen per LKW erweitert und verschiedene intermodale Verkehre in Europa ins Leistungsprogramm aufgenommen. Außerdem wuchsen die Seefrachtaktivitäten kräftig, sodass sie, mit vor- und nachgelagerten Leistungen, Ende 2012 bereits knapp 1/3 des erzielten Jahresumsatzes erbrachten.

Die Ausweitung der Geschäftstätigkeit auf Bereiche außerhalb des klassischen Straßengüterverkehrs ist Teil der langfristig angelegten Unternehmensstrategie, in deren Zentrum Solidität, Stetigkeit und Dauerhaftigkeit stehen und die auf die erfolgreiche Verbindung von Ökologie und Wirtschaftlichkeit zielt.

Diese Ausrichtung bescherte dem Unternehmen besonderen Zuspruch seitens der anspruchsvollsten Hersteller von Getränken und unverderblichen Lebensmitteln, die dem Unternehmen ihre Transport- und Speditionsaufgaben in immer größerem Ausmaß überantworten und dabei nicht zuletzt auch die Abwicklungseffizienz bei großen Volumen schätzen.

Als herausragende Besonderheit des Unternehmens ist der stets auf neuestem Stand gehaltene eigene Fuhrpark zu betrachten, der jeweils ebenso rasch modernisiert wurde, wie neue, schadstoffärmere Fahrzeuge auf den Markt kamen. Selbstverständlich wurde auch die Tradition fortgesetzt, ausschließlich nutzlastoptimierte Sattelanhänger einzusetzen. Dabei kam es 2010 durch die Umstellung auf BERGERecotrail® Anhänger zu einer vollständigen Erneuerung der Flotte mit den modernsten Fahrzeugen, die der Markt in dieser Kategorie zu bieten hat. Damit festigte das Unternehmen zum wiederholten Mal seine Vorreiterrolle beim Einsatz von Sattelanhängern, die maximale Nutzlasterhöhung bei gleichzeitiger höchster Umweltentlastung bieten.

Gestützt darauf wurden langfristige Programme mit verschiedenen Kunden entwickelt und in die Tat umgesetzt, die die Wirtschaftlichkeit des Straßengütertransports sowohl für die Kundschaft von Berger Logistik als auch für den Betrieb selbst spürbar erhöhte, während gleichzeitig die Umweltbelastung sank.

Die entlang dieser Leitlinien betriebene Geschäftstätigkeit ließ die Umsätze von € 70 Millionen im Jahr 2008 auf € 101 Millionen in 2012 steigen. Die Bilanzsumme erhöhte sich gleichzeitig um rund 65%. Dank unverändert konservativer Ausschüttungspolitik hob sich die Eigenkapitalquote auf ein hervorragendes Niveau von deutlich über 60%.


2007

Mit 1. 1. 2007 übernahm die heutige Geschäftsleitung mit den Prokuristen Friedrich Mair, Bernhard Ebner und Markus Ley die operative Gesamtverantwortung für das Unternehmen. Die neue Unternehmensstruktur bewährte sich außerordentlich gut. Der Umsatz wuchs gegenüber dem Vorjahr um mehr als 20 %, und es konnte in allen Tätigkeitsfeldern bemerkenswertes Wachstum erzielt werden.

Das Unternehmen nahm immer stärker an der dynamischen Wirtschaftsentwicklung in Osteuropa teil und knüpfte ein tragfähiges Netz an Partnerschaften, das Berger Logistik dazu befähigt, jede innereuropäische Transportverbindung zuverlässig zu bedienen.

Intermodale Verkehre wurden in das Programm aufgenommen, die Belieferung ganzer nationaler Märkte auf die Nutzung des kombinierten Verkehrs Bahn/LKW umgestellt – per Container und im konventionellen Schiebewandwaggon. Daneben ist Berger Logistik der wichtigste Nutzer des begleiteten kombinierten Verkehrs („Rollende Landstraße“) über die Alpen.

Mit dem Importverkehr aus Fernost nach Europa werden erste Schritte in das Geschäftsfeld der Seefracht unternommen.


2006

Sämtliche Transportaktivitäten der Berger Gruppe wurden zum 1. 1. 2006 in die Berger Logistik GmbH. eingebracht. Im Zuge einer Kapitalerhöhung beteiligte sich die Red Bull GmbH., Fuschl zu 50 % an der Gesellschaft. Das neue EDV-System ging in Vollbetrieb. Damit wurden direkte Anbindungen zu den wichtigsten Kunden geschaffen, um Auftragswesen, Informationsfluss und Datenströme zu automatisieren. 

Adäquate Anpassungen der internen Organisation wurden durchgeführt. Aus Verantwortungsbewusstsein für die Umwelt und für die Menschen an den transalpinen Transitrouten wurde das Unternehmen zum eifrigsten Nutzer der „Rollenden Landstraßen“ über die Alpen – sowohl in Österreich als auch in der Schweiz. Mehr als 80 % der Fahrten mit der eigenen LKW-Flotte finden somit in den Bergen nicht auf der Straße, sondern auf der Schiene statt.


2003 - 2005

Zum Jahreswechsel 2002/2003 führte der Eigentümer der Unternehmensgruppe erhebliche Finanzmittel zu, erreichte ein Arrangement mit den kreditgebenden Banken und durfte sich auf die Solidarität der Belegschaft stützen, um das Unternehmen aus seiner prekären Lage zu führen. 2003 war von einem tiefgreifenden Sanierungsprozess gekennzeichnet.

Die Hälfte des Fuhrparks wurde abgegeben, die Fremdmittel im Unternehmen durch die Abgabe der Standortimmobilie sowie der dort befindlichen Tankstellen- und Werkstattbetriebe massiv verringert. Dadurch war bereits in der ersten Jahreshälfte 2004 das Schlimmste überstanden.

Nach einer Reihe weiterer Restrukturierungsmaßnahmen folgte 2005 die Konsolidierung. Die Geschäftstätigkeiten im Gütertransport wurden in einer juristischen Einheit und an einem zentralen Standort konzentriert. Die gesamte Organisation wurde im Oktober 2005 auf EDV-gestützte Prozessabwicklung umgestellt.

Damit war die Grundlage für künftige Erfolge geschaffen. Zum 31. 12. 2005 konnte erstmals wieder ein knapp ausgeglichenes Jahresergebnis verzeichnet werden.


1997 - 2002

1997 verstarb der Unternehmensgründer bei einem tragischen Flugzeugunglück. Die Berger Gruppe wurde fortan ausschließlich von einem externen Management geführt, das vor allem den Ausbau der Berger Fahrzeugtechnik am Standort Radfeld vorantrieb, die Berger Transportunternehmen in Radfeld zusammenschloss und zu großer Expansion führte.

Zu dieser Zeit betrieb Berger Transport bis zu 380 LKW Züge und bediente damit die klassische Nord-Süd-Achse über die Alpen sowie die Iberische Halbinsel im Rahmen eines Joint Venture zur Teileversorgung der Automobilindustrie in Deutschland. Damit entstand ein weit verzweigtes Netz an Filialen, Niederlassungen und Geschäftseinheiten, das nur schwer zu führen und zu kontrollieren war.

Nach anfänglich bemerkenswerten Erfolgen scheiterte das Joint Venture, das mittlerweile jedoch überragende wirtschaftliche Bedeutung eingenommen hatte, an unterschiedlichen Geschäftsauffassungen der Partner. Daraufhin geriet die Unternehmensgruppe in eine tiefe Krise. Konsequenterweise wurde die Zusammenarbeit Anfang 2003 beendet.


1961 - 1996

Johann Berger gründete seinen Transportbetrieb im Jahre 1961 in Wörgl. Bald entstand eine eigene Werkstatt, die zunächst der Versorgung der eigenen Fahrzeuge diente und sich später externe Kundschaft erschloss. Heute ist sie ein wirtschaftlich und juristisch eigenständiger Betrieb, der zu den erfolgreichsten seiner Art in Österreich zählt.

Der Unternehmensgründer scheute kein Risiko und nahm jede Herausforderung an, um seine Betriebe erfolgreich zu machen. Der Erfolg überwog bei weitem, und so konnte er schon bald auf ansehnliche und weit verzweigte Geschäftstätigkeiten verweisen.

Sehr früh erkannte er die Chancen des Standortes Tirol – in der Mitte zwischen den Marmorsteinbrüchen bei Verona und den Abnehmern in Deutschland. Er konstruierte Sattelauflieger mit besonders niedrigem Eigengewicht und konnte daher mehr Marmor zuladen als die Konkurrenz.

Daraus entstand die Berger Fahrzeugtechnik, heute der dritte eigenständige Betrieb innerhalb der Berger Unternehmensgruppe. Ihre Erzeugnisse werden in ganz Europa verkauft. Im Jahr 2007 produzierte sie über 650 „Berger light“-Einheiten.

Die Ideen von Johann Berger wiesen wahrlich weit in die Zukunft.